Die Welt der Popkultur und der Lebensmittelkunst hat eine neue faszinierende Kreuzung hervorgebracht: Justin Bieber, dargestellt als eine Skulptur aus Brie-Käse. Die US-amerikanische Künstlerin Ruby Perman, die auf Instagram und anderen Plattformen mehr als zwei Millionen Follower zählt, hat mit ihrem Werk „Justin BRIE-ber“ innerhalb kürzester Zeit einen viralen Erfolg erzielt. Der Clip, der den Entstehungsprozess von Anfang bis Ende zeigt, wurde in nur wenigen Tagen millionenfach angesehen und kommentiert.
In dem Video beginnt Perman mit einem halben Brie-Käse, einem Foto von Justin Bieber und einem Käseschneider. Zunächst spachtelt sie den weichen, cremigen Teil des Käses auf einen Teller, um die Basis für das Kunstwerk zu schaffen. Anschließend schneidet sie die Rinde in feine Streifen und drapiert sie kunstvoll, um Kleidungsstücke wie ein Sakko, eine Hose und Accessoires nachzubilden. Mit kleinen Akzenten wie Sakkotaschen und einem Hosenstall verleiht sie der Figur eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem kanadischen Sänger.
Viraler Erfolg und Wortspiele
Der Instagram-Post zu „Justin BRIE-ber“ entwickelte sich rasch zu einem globalen Phänomen. Innerhalb weniger Tage sammelte er mehr als 340.000 Likes, wurde über 2.500 Mal kommentiert und beachtliche 550.000 Mal geteilt. Die Kommentare sind geprägt von einer Flut kreativer Wortwitze, die den Namen des Künstlers und die Käsereferenzen clever verbinden. „Excellent use of Brie will“ (eine Anspielung auf „free will“) oder „Doesn’t get any Feta“ (Feta statt better) sind nur zwei Beispiele. Auch Perman selbst beteiligt sich mit dem Witz „Are you a Brie-lieber?“ – eine Hommage an die Bezeichnung „Belieber“ für die eingefleischten Fans des Sängers.
Die Virilität des Beitrags ist nicht allein dem Prominenten-Faktor geschuldet, sondern auch der universellen Freude an kreativen Lebensmittelkunstwerken. In einer Zeit, in der visuelle Inhalte auf Plattformen wie Instagram dominieren, stechen originelle und leicht konsumierbare Kurzvideos heraus. Das Kunstwerk von Ruby Perman vereint zwei populäre Genres: die Verehrung von Stars und die Liebe zur Kulinarik, hier insbesondere zur Käsekultur.
Ruby Perman: Eine Künstlerin mit Hintergrund
Ruby Perman ist keine Unbekannte, wenn es um essbare Kunstwerke geht. In den vergangenen Jahren hat sie zahlreiche Prominente aus Lebensmitteln nachgebaut. Ihre bekanntesten Kreationen umfassen unter anderem „Egg Sheeran“ – Ed Sheeran als Spiegelei –, „Berry Styles“ aus Himbeeren und Erdbeeren, „Kery Berry“ (Katy Perry) sowie die käsigen Interpretationen „Sa-Brie-na Carpenter“ und „Brie-oncé“ (Beyoncé). Ihre Arbeiten sind sorgfältig geplant und erfordern ein hohes Maß an handwerklichem Geschick und Kreativität.
Die Inspiration für ihre Kunst liegt tief in ihrer Familiengeschichte verwurzelt. Ihre Eltern, die aus Taiwan stammen, führten ein Restaurant, sodass sie schon früh mit Lebensmitteln und deren Präsentation in Berührung kam. Ihr Großvater war Kalligraph, eine Kunst der Schönschrift, die ebenfalls Präzision und Ästhetik verlangt. Ruby Perman selbst bezeichnet ihre Werke als „liebevoll gestaltete essbare Modenschauen“. Der rote Teppich von Veranstaltungen wie den Grammys oder den Oscars ist ihre größte Inspirationsquelle – die aufwendigen Kostüme der Stars setzt sie mit Lebensmitteln detailgetreu um.
Justin Bieber: Eine Karriere in Zahlen
Justin Bieber, der im März 1994 in London, Ontario, geboren wurde, ist einer der erfolgreichsten Popstars seiner Generation. Mit nur 13 Jahren wurde er über YouTube entdeckt und von Scooter Braun unter Vertrag genommen. Sein Debütalbum „My World 2.0“ (2010) machte ihn über Nacht zum weltweiten Teenager-Idol. Seither hat er mehr als 380 Millionen Tonträger verkauft, darunter Hits wie „Baby“, „Sorry“, „Love Yourself“ und „Peaches“. Er gewann zahlreiche Auszeichnungen, darunter einen Grammy und mehrere Billboard Music Awards.
Bieber ist nicht nur für seine Musik bekannt, sondern auch für sein turbulentes Privatleben, das immer wieder Schlagzeilen machte. In den letzten Jahren hat er sich jedoch beruhigt und widmet sich verstärkt seiner Kunst und Familie. Sein Stil hat sich gewandelt: Statt schnellem Ruhm steht heute oft eine erwachsenere, ruhigere Persönlichkeit im Vordergrund. Dieser Wandel spiegelt sich auch in seiner aktuellen Musik wider, die mehr von R&B und elektronischen Einflüssen geprägt ist.
Die Kunst der Lebensmittel-Skulpturen
Das Phänomen, Prominente aus Lebensmitteln darzustellen, ist nicht neu, aber Ruby Perman hat es zu einer eigenen Kunstform erhoben. Anders als andere Food-Künstler, die oft mit Kuchen oder Marshmallows arbeiten, setzt sie auf natürliche Lebensmittel wie Käse, Obst, Gemüse oder Eier. Der Reiz liegt in der Vergänglichkeit der Werke – sie sind nur für kurze Zeit genießbar oder fotografierbar, bevor sie verderben oder gegessen werden. Das verleiht den Kunstwerken eine besondere Aura der Einzigartigkeit und Flüchtigkeit.
Die Technik ist anspruchsvoll: Die Künstlerin muss die Konsistenz und Form des Lebensmittels genau kennen, um ihm eine menschenähnliche Gestalt zu geben. Bei Brie-Käse ist das besonders schwierig, da die Rinde brüchig ist und der weiche Kern schnell zerfällt. Perman demonstriert in ihrem Video ein hohes Maß an Geduld und Geschick, indem sie den Käse zunächst in die gewünschte Form bringt und dann mit kleinen Werkzeugen Details herausarbeitet.
Die virale Wirkung und die Zukunft der Food-Kunst
Der Erfolg des „Justin BRIE-ber“-Posts zeigt, wie stark visuelle Inhalte in den sozialen Medien nachgefragt werden. Kunstwerke, die überraschend, witzig oder handwerklich beeindruckend sind, haben ein hohes Potenzial, sich viral zu verbreiten. Ruby Perman hat mit diesem Werk nicht nur neue Follower gewonnen, sondern auch die Aufmerksamkeit von Medien weltweit auf sich gezogen. Es ist gut möglich, dass sie in Zukunft noch mehr solcher Kreationen von anderen Stars anfertigt – vielleicht aus anderen Käsesorten wie Gouda, Cheddar oder Camembert.
Die Grenzen zwischen Kunst, Kulinarik und Popkultur verschwimmen zunehmend. Dieses Genre bietet nicht nur Unterhaltung, sondern auch eine neue Art, Stars zu huldigen oder zu kritisieren. Im Fall von Justin Bieber, der schon oft Gegenstand von Memes und Parodien war, passt die cheesige Interpretation perfekt in die Internetkultur. Der Begriff „cheesy“ bedeutet im Englischen auch „kitschig“ oder „geschmacklos“ – ein subtiler Seitenhieb, den die Künstlerin bewusst oder unbewusst eingesetzt haben mag.
Dass der Beitrag so vielen Menschen gefällt, liegt auch an der Einfachheit des Humors: Wortwitze mit Lebensmitteln sind universell verständlich und laden zum Teilen ein. Die Community auf Instagram hat die Gelegenheit genutzt, eigene Puns zu kreieren, was die Reichweite zusätzlich erhöht hat. Ruby Perman selbst hat sich über die Resonanz gefreut und plant offenbar bereits weitere Projekte in diese Richtung.
Die Zukunft der essbaren Kunst sieht vielversprechend aus. Immer mehr Künstler entdecken Lebensmittel als Medium, um komplexe Botschaften zu transportieren oder einfach zu unterhalten. Ruby Perman könnte mit ihrer speziellen Mischung aus kulinarischem Können, künstlerischem Auge und Humor zu einer der bekanntesten Vertreterinnen dieses Genres werden – nicht nur wegen Justin Bieber, sondern auch wegen ihrer vielfältigen Arbeiten, die von der Käse-Küche bis zur Obstart reichen.
Source: bild.de News