BIP NYC NEWS

collapse
Home / Daily News Analysis / Ein Kinofilm floppte so hart, dass Will Smiths Sohn sich durch die öffentliche Demütigung verraten fühlte

Ein Kinofilm floppte so hart, dass Will Smiths Sohn sich durch die öffentliche Demütigung verraten fühlte

May 24, 2026  Twila Rosenbaum  5 views
Ein Kinofilm floppte so hart, dass Will Smiths Sohn sich durch die öffentliche Demütigung verraten fühlte

Im Jahr 2013 kam der Science-Fiction-Film After Earth in die Kinos – ein Projekt, das Vater und Sohn Will und Jaden Smith gemeinsam stemmten. Während Will Smith als General Cypher Raige einen erfahrenen Raumfahrer spielte, übernahm der damals 15-jährige Jaden die Rolle seines Sohnes Kitai. Die Handlung spielt tausend Jahre in der Zukunft: Die Menschheit hat die Erde nach schweren Umweltkatastrophen verlassen und lebt nun auf dem Planeten Nova Prime. Bei einer Mission werden Vater und Sohn in einen Asteroidenschauer verwickelt und müssen auf der inzwischen unbewohnbaren Erde notlanden. Die Erde ist ein tödlicher Ort geworden, an dem Pflanzen und Tiere darauf programmiert sind, Menschen zu töten. Cypher ist verletzt und kann das Raumschiff nicht verlassen, also muss Kitai allein durch den gefährlichen Dschungel reisen, um ein Notfallsignalgerät zu bergen, das sich im abgestürzten Heck des Schiffes befindet.

Die ambitionierte Produktion hatte alle Zutaten für einen Blockbuster: ein budget von rund 130 Millionen US-Dollar, zwei bekannte Gesichter und eine spannende Prämisse. Doch die Realität sah anders aus. After Earth spielte international zwar über 243 Millionen US-Dollar ein, was auf dem Papier solide klingt, doch die Erwartungen waren weit höher. Entscheidend war jedoch die vernichtende Kritik. Auf Rotten Tomatoes bewertete das Fachpublikum den Film mit gerade einmal 12 Prozent – eine der schlechtesten Bewertungen für einen Film dieser Größenordnung. Auch das Kinopublikum war nicht gnädiger und gab nur 36 Prozent. Auf der Internet Movie Database (IMDb) liegt die Wertung bei enttäuschenden 4,8 von 10 Punkten. Kritiker bemängelten vor allem die schwache schauspielerische Leistung von Jaden Smith, Logiklücken in der Handlung und ein uninspiriertes Drehbuch.

Besonders hart traf die Kritik den jungen Schauspieler Jaden Smith. Will Smith erinnerte sich später in Interviews an die Zeit nach dem Filmstart: „Die Presse und die Fans waren absolut gnadenlos. Sie sagten Dinge über meinen Sohn, die ich nicht wiederholen möchte.“ Der Star gab zu, dass sein Sohn das Gefühl hatte, betrogen worden zu sein. Jaden hatte alles getan, was sein Vater ihm gesagt hatte – er hatte hart trainiert, die Rolle ernst genommen und auf die Führung seines Vaters vertraut. Doch stattdessen wurde er zur Zielscheibe öffentlicher Demütigung. Diese Erfahrung habe das Vertrauensverhältnis zwischen Vater und Sohn schwer beschädigt. „Es war die schlimmste öffentliche Demütigung, die er je erlebt hat“, so Will Smith. Er innerlich gewusst, dass sein Sohn sich verraten fühlte, und es habe sich schlimm angefühlt, sein Kind emotional so verletzt zu haben.

Der Misserfolg von After Earth war nicht der einzige Rückschlag in der Karriere von Will Smith, aber vielleicht der persönlichste. Der Schauspieler, der in den 1990er Jahren mit Sitcoms wie Der Prinz von Bel-Air und Blockbustern wie Independence Day und Men in Black Weltruhm erlangte, ist bekannt für seine Erfolgsbilanz. Doch einige Entscheidungen bereut er bis heute. So lehnte er zum Beispiel die Rolle des Neo in der Matrix-Trilogie ab – eine Entscheidung, die er als eine der schlechtesten seiner Karriere bezeichnet. „Warum hast du nicht Matrix gemacht?“, fragte er sich selbst in einem Interview. Dieser Karriere-Push wäre ein gewaltiger gewesen, aber er entschied sich für andere Projekte. Im Vergleich zu After Earth wiegt die Matrix-Absage jedoch weniger schwer, denn sie betraf nur seine eigene Karriere, nicht die seines Sohnes.

Die Beziehung zwischen Will und Jaden Smith stand schon immer im Rampenlicht. Will Smith förderte früh die Karriere seiner Kinder und ließ sie in Filmen wie The Karate Kid (2010) mit Jaden die Hauptrolle spielen. Jaden war bereits als Kind ein Star, doch mit After Earth wurde er zum ersten Mal in einer großen Produktion in der Öffentlichkeit kritisiert. Diese Erfahrung prägte ihn nachhaltig. In den folgenden Jahren wandte sich Jaden von der Schauspielerei ab und konzentrierte sich auf seine Musikkarriere, die er bereits begonnen hatte. Er veröffentlichte Alben wie Syre und Erys, die von der Kritik gemischt aufgenommen wurden, aber ihm ermöglichten, seinen eigenen künstlerischen Weg zu gehen. Seine Beziehung zu seinem Vater blieb jedoch angespannt – nicht nur wegen des Films, sondern auch wegen grundsätzlicher Differenzen bezüglich der Art und Weise, wie das Leben in der Öffentlichkeit zu führen sei.

Interessanterweise gab es auch positive Aspekte an After Earth. Der Film thematisierte die Bindung zwischen Vater und Sohn und die schwierige Balance zwischen Beschützen und Loslassen. In gewisser Weise erfüllte der Film damit genau das, was er erzählen wollte – auch wenn es nicht im Sinne der Macher war. Die Realität spiegelte die Fiktion wider: Will Smith musste lernen, dass er seinen Sohn nicht vor der Welt beschützen konnte, und Jaden musste seinen eigenen Weg finden, anstatt den Anweisungen seines Vaters blind zu folgen. Diese Lektionen waren schmerzhaft, aber vielleicht notwendig für das Wachstum beider.

Im Laufe der Jahre haben sich die Wunden etwas geschlossen. Will Smith hat öffentlich seine Fehler eingestanden und betont, wie wichtig es ist, die eigenen Kinder als Individuen zu respektieren. Jaden wiederum hat sich weiterentwickelt und sowohl in der Musik als auch in der Modebranche Fuß gefasst. Der Film After Earth bleibt ein dunkler Fleck in der Familiengeschichte der Smiths, aber er ist auch ein Beispiel dafür, wie selbst die größten Hollywood-Stars mit den Konsequenzen ihrer Entscheidungen umgehen müssen. Die Lehre aus diesem Debakel ist, dass selbst ein erfahrener Schauspieler und Vater wie Will Smith nicht immer die richtigen Entscheidungen für seine Kinder trifft – und dass öffentliche Demütigung tiefe Narben hinterlassen kann, die lange brauchen, um zu heilen.

Die Filmindustrie hat sich seit 2013 stark verändert. Streaming-Dienste dominieren, und die Messlatte für Kassenschlager ist noch höher geworden. Dennoch bleibt After Earth ein warnendes Beispiel dafür, dass ein Staraufgebot allein keinen Erfolg garantiert. Der Film wird heute oft als einer der größten Flops in der Karriere von Will Smith genannt – nicht nur wegen des finanziellen Aspekts, sondern vor allem wegen der emotionalen Kosten. Während andere missglückte Filme schnell in Vergessenheit geraten, ist After Earth durch die persönliche Geschichte der Smiths in Erinnerung geblieben.


Source: Mein-MMO News


Share:

Your experience on this site will be improved by allowing cookies Cookie Policy